Genauigkeit und Wiederholbarkeit
Der zweite Scan ist der häufigste Frust-Moment — der Endkunde hat sich angestrengt, und die Messung zeigt etwas Unerwartetes. Du brauchst zwei Werkzeuge: Verständnis für Messrauschen und Wissen über Wiederholbarkeits-Faktoren.
Jede Messung hat eine Toleranz. Erst wenn die Veränderung grösser als die Toleranz ist, kannst du von einer echten Veränderung sprechen.
| Messwert | Typische Toleranz | Was das heisst |
|---|---|---|
| Körperfettanteil | z.B. ±1.0 % (Wert wird validiert) | Veränderungen unter dieser Schwelle sind Messrauschen |
| Umfänge | z.B. ±5 mm (Wert wird validiert) | Kleinere Schwankungen pro Scan sind normal |
| Gewicht | Tagesschwankung (Wert folgt) | Tagesform, Mahlzeiten, Wasser-Status |
| Posture | Wert folgt | Stellung am Drehteller variiert immer leicht |
Die exakten Toleranzwerte aus der Bodygee-Validierung werden hier eingesetzt. Diese Tabelle ist der Kern dieses Moduls.
Praktisch beim Endkunden-Gespräch: Wenn der Wert sich um weniger als die Toleranz verändert hat, ist die Botschaft „dein Körper ist stabil”, nicht „keine Veränderung”. Stabilität ist je nach Programm ein gutes Zeichen.
Damit zwei Scans wirklich vergleichbar sind, sollten möglichst viele Bedingungen gleich sein. Empfehle deinem Endkunden:
| Faktor | Empfehlung |
|---|---|
| Tageszeit | Möglichst zur gleichen Uhrzeit wie beim Vorscan |
| Mahlzeit davor | Idealerweise nüchtern oder gleicher Abstand zur letzten Mahlzeit |
| Wasser-Status | Nicht direkt nach grosser Trinkmenge, kein extremer Sport am Vortag |
| Kleidung | Gleiche Kleidung wie beim Vorscan — formbetont, ohne Falten |
| Pose | A-Pose mit den gleichen Hand- und Fussabständen |
| Licht | Gleiche Beleuchtung wie beim Vorscan (deine Klinik bleibt ja gleich) |
Wenn du diese Faktoren mit dem Endkunden besprichst und einhältst, reduzierst du die Streuung — und die Vorher-Nachher-Vergleiche werden viel aussagekräftiger.