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Track 3 · Coach App & Resultate
Modul 3 von 4
Modul 3.3

Genauigkeit und Wiederholbarkeit

Der zweite Scan ist der häufigste Frust-Moment — der Endkunde hat sich angestrengt, und die Messung zeigt etwas Unerwartetes. Du brauchst zwei Werkzeuge: Verständnis für Messrauschen und Wissen über Wiederholbarkeits-Faktoren.

Messrauschen vs. echte Veränderung

Jede Messung hat eine Toleranz. Erst wenn die Veränderung grösser als die Toleranz ist, kannst du von einer echten Veränderung sprechen.

MesswertTypische ToleranzWas das heisst
Körperfettanteilz.B. ±1.0 % (Wert wird validiert)Veränderungen unter dieser Schwelle sind Messrauschen
Umfängez.B. ±5 mm (Wert wird validiert)Kleinere Schwankungen pro Scan sind normal
GewichtTagesschwankung (Wert folgt)Tagesform, Mahlzeiten, Wasser-Status
PostureWert folgtStellung am Drehteller variiert immer leicht
Inhalt folgt

Die exakten Toleranzwerte aus der Bodygee-Validierung werden hier eingesetzt. Diese Tabelle ist der Kern dieses Moduls.

Praktisch beim Endkunden-Gespräch: Wenn der Wert sich um weniger als die Toleranz verändert hat, ist die Botschaft „dein Körper ist stabil”, nicht „keine Veränderung”. Stabilität ist je nach Programm ein gutes Zeichen.

Wiederholbarkeits-Faktoren

Damit zwei Scans wirklich vergleichbar sind, sollten möglichst viele Bedingungen gleich sein. Empfehle deinem Endkunden:

FaktorEmpfehlung
TageszeitMöglichst zur gleichen Uhrzeit wie beim Vorscan
Mahlzeit davorIdealerweise nüchtern oder gleicher Abstand zur letzten Mahlzeit
Wasser-StatusNicht direkt nach grosser Trinkmenge, kein extremer Sport am Vortag
KleidungGleiche Kleidung wie beim Vorscan — formbetont, ohne Falten
PoseA-Pose mit den gleichen Hand- und Fussabständen
LichtGleiche Beleuchtung wie beim Vorscan (deine Klinik bleibt ja gleich)

Wenn du diese Faktoren mit dem Endkunden besprichst und einhältst, reduzierst du die Streuung — und die Vorher-Nachher-Vergleiche werden viel aussagekräftiger.